Im Hafen von Campoloro auf Korsika, am Morgen nach dem Nachtschlag, fingen wir (dh. ich) eine Mooringleine ein (das ist ein dickes Seil, um das Boot am Steg anzubinden). Das Boot lag zu nah an einem Betonklotz und sollte verholt werden. Es windete, der Bug schwenkte dauernd ab und ich achtete nicht auf den dicken, leichten Festmacher, der am Heck viel zu langsam absank, bevor ich wieder einkuppelte. Ein netter junger Korse schnitt für hunder Euro (das Wasser war 14 Grad kalt und die Hilfsbereitschaft des Hafenpersonals ähnlich frostig) die Leine von der Schraube los und alles schien wieder in Ordnung zu sein.
Das Tankstellenmanöver am nächsten Morgen klappte ohne Probleme. Erst in einem Flautenloch westlich von Elba nützte Gasgeben nichts mehr: die Schraube lag irgendwo auf dem Meeresgrund.
Patrice Buechi und Caroline Thum schafften das Unmögliche: Sie schleppten uns am Donnerstagabend heim nach Portoferraio, brachten das Boot am Karfreitagmorgen ins Kranbecken der Werft, organisierten aus Deutschland einen Propeller und am Karfreitagnachmittag hoben die beiden Kranarbeiter das Boot aus dem Wasser, Patrice und seine beiden Mechaniker montierten den Propeller und am Abend schwamm Sandy wieder.
Viel zu viel Bilder für eine simple Reparatur, klar. Aber für mich war's die erste eingefangene Leine (touch wood) und der Einsatz von Buechi & Co verdient ein riesiges Dankeschön.